Stahlstichmaschine
Vom Mut zur Güte —

Qualität braucht Zeit

Der Prägedruck, ob als Ergebnis die persönliche Form einer Briefschaft oder die werbliche Wirkung einer Verpackung angestrebt wird, ist in einer Zeit ästhetischer Vermassung ein Feld individuellen Gestaltungswillens geblieben.

Erst aus der Wechselbeziehung zwischen formalem Anspruch des Auftraggebers, Beratung über die Umsetzbarkeit und handwerklich-künstlerische Ausführung ist deshalb ein für alle Seiten befriedigendes Ergebnis zu erzielen. Die enge Abstimmung zwischen dem Kunden und den Ausführenden ist deshalb Voraussetzung.

Wer weiß, daß bis zum ersten Andruck einer Briefmarke 75 Arbeitstage anzusetzen sind, daß an den Gravuren einer Banknote mehrere Monate gearbeitet werden muß, daß der Faktor Zeit schon bei der sehr langen Ausbildung des Graveurs seine Bedeutung hat, der sollte bereit sein, für merkantile Prägedrucksachen mit Gravuranfertigung eine etwas längere Lieferzeit als für ´Gewöhnliches´ zu investieren.

Mit Kundenberatung und Entwurf, mit der Wahl der Prägedrucktechnik, mit der Bestimmung der Materialien, mit der Festlegung technischer Einzelheiten wie Format, Anlage, Beschnitt und Weiterverarbeitung, mit der Anfertigung und der Beurteilung der Gravur, sind die wichtigsten Stationen auf dem Weg zum Produkt bezeichnet.

Die Faszination der bis ins Detail übernommenen Verantwortlichkeit für den Wert der Form sichern die Qualität, die dem Prägedruck seinen Reiz und Rang geben, wobei nicht vergessen werden darf, daß dieser Wert auch ganz konkret zweckhaft sein kann, weil Prägen fälschungssicher macht oder weil eines der beschriebenen Verfahren kalkuliert für die Werbung und Präsentation eingesetzt werden.

Letzlich aber bleibt: Ein Plädoyer für den Wert des ästhetisch Befriedigenden, handwerklich Vollkommenen, im eigentlichen Grund Persönlichen. Im Bewußtsein, daß die gewählte Form den Schluß erlaubt auf das Format, das hinter ihr steht und das sie geprägt hat.